Sonntag, 27. Oktober 2013

Piratentorte - ohne Ei -

Ein kleiner Pirat ist mein Freund. Er ist sehr mutig. Schon oft hat er die Welt umsegelt. Er ist auf den Weltmeeren zuhause. Selten zeigt er Angst (außer, wenn Eier in seinem Essen sind, weil er gegen die allergisch ist). Mutig kämpft er gegen die Unbillen der Natur, fleißig raubt er sich Schätze zusammen und hat bereits viel erlebt. Hin und wieder nimmt der kleine Pirat mich mit auf seine Abenteuer.

Vor kurzem ist der kleine Pirat unglaubliche 5 Jahre alt geworden! FÜNF! Ganz schön alt für einen so kleinen Piraten!

Und weil der kleine Pirat ja keine Eier essen darf, ist es immer so eine Sache mit Torten für ihn. Dieses Jahr habe ich ihm deshalb eine Torte ganz ohne Eier gebacken:


Insgesamt sind innendrin übrigens drei Sahne-Füllungen: Vollmilch, Zartbitter und Vanille! 

Folgendermaßen bin ich vorgegangen:


Zutaten

für die Sahne-Füllungen: 

100 gr Zartbitterschokolade
100 gr Vollmilchschokolade
3 Becher Sahne
50 gr weiche Butter
1 Pck. Vanille-Qimiq (Ich hab das vom letzten Österreichurlaub. Nähere Info hier: klick.)
3 Eßl Zucker

für die Böden: 

200 gr Weizenmehl
100 gr Speisestärke
1/2 Päckchen Backpulver
60 gr Kakaopulver 
8 TL NoEgg (Das ist ein Ei-Ersatz. Ich habe es von hier: klick.)
8 TL Wasser
     (NoEgg + Wasser können durch 10 Eier ersetzt werden, kommt aufs selbe raus!)
300 gr Zucker (mit einer Vanilleschote zusammen aufbewahrt oder separat 1 Pck. Vanillezucker)
1 Prise Salz

für die Deko:

blaue Lebensmittelfarbe
Zuckerfiguren in Piratenform (meine hab ich bei Kaufland gefunden)
Holzspieße
Piratenbastelpapier
Heißkleber

Zubereitung


ACHTUNG: 
Die Zartbitter- und die Vollmilchfüllungen müssen bereits 1 Tag vorher vorbereitet werden!
Am nächsten Tag müssen die Böden nach dem Backen 3 Stunden auskühlen.
Also genügend Zeit einplanen!


1 Becher Sahne in einem Topf, 1 Becher Sahne in einem anderen Topf langsam erwärmen (nicht kochen!). Die Schokotafeln einzeln kleinhacken. Jeweils 1 Schokotafel in einen 1 Topf geben und hierin etwa 5 min. schmelzen lassen. Dann mit einem Schneebesen umrühren bis eine glänzende Masse entstanden ist. Über Nacht (mind. 8 Stunden) im Kühlschrank kalt stellen.

Für den Teig Mehl, Speisestärke, Backpulver und Kakaopulver verrühren.
In einer kleinen Schüssel das NoEgg mit dem Wasser mit einem kleinen Löffel verrühren. Dann unter die Mehlmischung rühren. Zucker und Salz dazugeben. Alles mit einem Handrührgerät für ca. 3 Minuten ordentlich durchrühren, damit der Teig schön luftig-locker wird.

Ich habe eine Kastenform und eine kleine Backform (meine stammt noch von vor Jahren von IKEA) mit Backpapier ausgelegt und den Teig hierein verteilt. Auf dem Rost im Backofen bei etwa 180 Grad für 35 - 40 min backen (variiert je nach Backofen!). Einfach am Ende mit einem Holzstäbchen o. ä. reinstechen und schauen, ob der Teig gut ist.

Danach die Formen auf ein Kuchenrost stellen. Die Böden in den Formen für etwa 10 min. auskühlen lassen. Dann an den Rändern vom Backpapier anfassen und vorsichtig rausheben. Die Böden müssen nun etwa 3 Stunden auskühlen. 


Nun habe ich mir auf einem karierten Blattpapier eine ungefähre Schiffs-Spitze ausgeschnitten. Diese habe ich dann auf den länglichen Boden gelegt und mit einem Brotmesser vorsichtig ausgeschnitten. Erkennt ihr auf dem nachfolgenden Foto die Spitze vorne am länglichen Teigstück?
Um die Aufbauten vom Schiff hinzubekommen, habe ich das kleinere, eckige Bodenstück zugeschnitten. Erst auf die Außenmaße des Schiffes; zweimal für vorne und zweimal für hinten. Dann habe ich die Stücke jeweils innen noch länglich ausgeschnitten (In Worten schwierig zu erklären. Seht ihr meine Papiervorlage auf dem nachfolgenden Foto? Diese kleine "U"-förmige? Die habe ich für hinten verwendet. Für vorne habe ich als Außenform-Vorlage die erste Vorlage für das Schiff genommen und dann innendrin auch das "U" ausgeschnitten.). Die 2 Stücke für oben sollten etwas kürzer sein, als die da drunter, damit ein typischer Schiffsaufbau entsteht. Deswegen habe ich die oberen Stücke etwas gekürzt. Schaut euch einfach das folgende Foto an, das erklärt vielleicht/hoffentlich meine verwirrenden Worte!


Als nächstes habe ich das "Schiff" mit dem Brotmesser zweimal längs zerteilt, sodass insgesamt 3 Böden rauskamen.

Nun müssen die Füllungen weiter vorbereitet werden. Die bereits am Vortag in den Kühlschrank gestellten Vollmilch- und Zartbitterfüllungen jeweils mit einem Handrührgerät zu einer Creme aufschlagen. Dann jeweils 50 gr. weiche Butter unterrühren.

Für die Vanillecreme habe ich Vanilleqimiq verwendet. Wenn ihr das nicht bekommen könnt, erhöht einfach die Mengenangabe für eine der anderen Füllungen!
Das Qimiq mit einem Rührgerät aufschlagen. 1 Becher Sahne mit dem Zucker steifschlagen und unter das Qimiq rühren.


Nun gehts ans Schichten. Ganz unten auf den Tortenboden (oder Teller oder was auch immer ihr unten drunter stellt) einen Klecks Creme geben, damit die Torte nachher nicht verrutscht.
Dann 1 Boden drauf und mit Creme bestreichen.
Welche Creme ihr in welcher Schicht verwendet ist egal. Entscheidet euch nur vorher welche der Schoko-Cremes ihr draußen an die Schiffswände streichen wollt. Die dann NICHT für die innere Füllung verwenden. Und hebt von der Vanillecreme etwas auf, um damit später die Meerwasserverzierung zu machen!
Dann 1 Boden drauf und mit Creme bestreichen. Und das ganze noch einmal.
So, nun gehts an die Schiffsaufbauten. Diese genauso abwechselnd mit den Cremes aufschichten:


Bei mir war eine Seite nicht sehr stabil. Die habe ich dann mit einem langen Holzspieß unauffällig stabilisiert. Das müssen nur die Tortenesser später wissen um nicht ausversehen einen Spieß aufzuessen...

Dann gehts an die Außenwände. Diese auch vorsichtig (!) mit der bei Seite gestellten Masse bestreichen.

Dabei vergesst nicht die Schiffs-Innenseiten bzw. die Aufbau-Innenseiten. Ich habe hierfür auch etwas weiße Creme genommen um es plastisch besser wirken zu lassen. 

Für den Wellengang färbt ihr die zur Seite gestellte, restliche Vanillecreme mit der Lebensmittelfarbe blau ein. Nun gebt ihr immer ein bißchen was auf die Torte und verstreicht es sehr vorsichtig. Um die Wellenbewegungen zu bekommen, nehmt ihr am besten Holzspieße. Mit denen könnt ihr dann die Farbe noch oben und geschwungen seitlich ziehen. Ist etwas aufwendig (weil ich so was noch nie gemacht habe, habe ich fast 1 Stunden gebraucht), aber es lohnt sich!


Die Torte stellt ihr nun wieder in den Kühlschrank. Wenn ihr genügend Zeit habt, lasst sie am besten wieder über Nacht drin. Dann zieht sie am besten durch und die Böden werden richtig schön saftig! Wenn der Hunger zu groß oder die Zeit zu klein ist, könnt ihr sie nach dem Basteln der Flaggen natürlich schon essen.

Die Zuckerfiguren könnt ihr jetzt oder kurz vorm Servieren auf der Torte verteilen.


Nun gehts ans Flaggenbasteln. Das Papier habe ich bei einem Bastelladen (Idee Creativ) um die Ecke gefunden.



Aus dem Papier habe ich 1 großes und 3 kleinere Rechtecke ausgeschnitten. Oben und unten habe ich sie mit einem Bleistift vorsichtig durchbohrt. Meine Holzspieße waren recht kurz. Deswegen habe ich mehrere zusammengeklebt (zum Verlängern und dann auch zum Stabilisieren). Als nächstes müssen die Holzspieße durch die Löcher im Papier geschoben werden. Das Papier mit dem Heißkleber dann so festkleben, dass die Flaggen eine Wölbung bekommen.
Achtung: Heißkleber ist wirklich heiß. Ich vergesse das jedes Mal aufs Neue und verbrenne mir jedes Mal aufs neue meine Finger.


Nun müssen die Flaggen nur noch in die Torte gesteckt werden.




FERTIG! Das erfreut doch jedes Piratenherz, ob groß oder klein?!



Die Zubereitung der Torte hat zwar etwas länger gedauert, aber nach einem Blick in die Augen meines Piratenfreundes, da war alle Mühe vergessen :-)

Kommentare:

  1. Liebe Frauke, das kenne ich - so einen Kuchen habe ich auch schon gebacken und den entsprechenden Kindergeburtstag dazu organisiert und durchgeführt. Das ist ein großer Spaß!
    LG Sandra (bis zum nächsten Mal in Hörde)

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    1. Hallo Sandra! Ich musste (zum Glück) nur Torte backen und nix organisieren. Dafür durfte ich dann mit allen eingeladenen Kindern im Kinderzimmer toben; war ein riesen Spaß :-)
      Bis bald in Hörde!
      Liebe Grüße, Frauke

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  2. Wahnsinn! Dass man sowas machen kann begeistert mich immer wieder. Echt toll geworden!

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  3. Liebe Frauke,
    gut, dass du mich nochmal an den Kuchen erinnert hast. Ich hatte ihn bei dir schon gesehen, aber jetzt ist er mir wieder ins Gedächtnis gekommen. Gefällt mir sehr und die Wellen sind ja total gut geworden!

    Liebe Grüße, Christina

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Ich freu mich über jedes liebe Wort von euch :-)