Mittwoch, 26. Februar 2014

Short Stories #2 - Freundschaft

Erinnert ihr euch noch an die monatlichen "Short Stories" von Bine und Andrea? Ich hatte hier (klick) im Januar schon mitgemacht.


Das Thema vom Februar lautet:


"Freundschaft"


Freundschaft. Das ist viel. Schwierig in Worte zu fassen. Ein Gefühl. Eine Bindung. Eine Art von ganz speziellem Vertrauen.

Freunde sind schwierig zu finden. In Zeiten von sozialen Netzwerken hat man zwar sehr viele sogenannte "Freunde", aber sind das alles "Freunde" im Sinne von "Freunden"? Bei mir nicht.

Freunde sind Menschen, auf die ich mich verlassen kann. Von denen ich die Stärken und Schwächen kenne. Und die auch meine Stärken und Schwächen kennen. Klar, nicht alle, weil man sich ja auch ständig weiterentwickelt und verändert. Aber Freunde sind Menschen, die mich als MENSCH kennen. Meine Art, mein Inneres, meine Persönlichkeit. Aber natürlich auch Menschen, die ich als MENSCHEN kenne. Also nicht nur den äußeren Schein, sondern auch die Person, die hinter der Fassade steckt.

Auf Freunde muss und möchte ich mich verlassen können. Sie geben mir Halt, wenn ich ihn brauche.

Nicht jeder Freund ist gleich. Jeder ist eine eigene Persönlichkeit. Jeder hat andere Stärken und Schwächen. Somit kann mir auch jeder Freund in einer anderen Situation anders helfen. Umgekehrt geht es mir genauso. Ich helfe meinen Freunden dort, wo ich kann und dort, wo meine Stärken liegen.

Ein Freund ist nicht für alles da und schon gar nicht für irgendwas verantwortlich.

Freundschaft ist schön. Sie gibt mir Rückhalt. Sie gibt mir Vertrauen in mich, in die Person vor mir, in die Welt.



Freunde halten zu mir. In guten, wie in schlechten Zeiten. Das hört sich an, als wenn man sich ein Ja-Wort gibt. Und ein Stückchen weit ist es ja auch so. Freundschaften halten in der Regel sehr lange. Weil es sehr wichtige Menschen in meinem Leben sind, die ich nicht missen möchte.

Jede in die Brüche gegangene Freundschaft beschäftigt mich lange, weil es ja eigentlich ein Mensch war, den ich dachte zu kennen. Aber jeder entwickelt sich weiter und niemand sagt, dass Freunde sich immer in die selbe Richtung entwickeln müssen.

Freundschaften haben Hochphasen, wo man sich oft sieht, spricht, liest. Freundschaften haben aber genauso auch Tiefphasen, wo längere Zeit Funkstille herrschen kann. Aber Freundschaften, die schon lange bestehen, zeichnen sich dadurch aus, dass man irgendwann wieder dort anknüpfen kann, wo man mal aufgehört hat. Weil das Ur-Vertrauen in die Person gegenüber in der Regel noch da ist.

Meine Freunde gehören zu mir und ich möchte sie niemals nie missen! Gerade in den letzten Monaten, wo es mir nicht so gut ging, haben sie mir viel geholfen. Jeder soweit, wie er konnte. Jeder so, wie er konnte. Jeder mit dem, was er konnte. Dafür danke ich meinen Freunden aus tiefstem Herzen!


Freunde spiegeln und reflektieren mich. Sie können mir ehrlich ihre Meinung sagen, auch wenn es mir manchmal weh tut, weil ich nicht hören will, was ich nicht sehen will. Aber bei Freunden weiß ich, dass sie mir nur etwas von mir zeigen wollen, was ich vielleicht übersehe. Und ich weiß, dass meine Worte von ihnen auch sehr ernst genommen werden. Dass sie viel Wert auf meine Spiegelung ihrer Worte und Taten legen.



Und Freunde helfen mir, nach vorne zu schauen. Die Sonne zu erblicken, auch wenn es in mir drin grad eher nach Regen aussieht.


Ihr seht, Freundschaft bedeutet mir viel. Freundschaft ist sehr vielschichtig. Freundschaft ist etwas dauerhaftes und durch nix zu ersetzen!

In diesem Sinne, ich verabschiede mich zusammen mit meiner neuesten Freundin :-)




Habt ihr nun Lust auf weitere Short Stories zu dem Thema "Freundschaft" bekommen? Dann schaut mal hier vorbei: klick!





Kommentare:

  1. "Nicht jeder Freund ist gleich. Jeder ist eine eigene Persönlichkeit. Jeder hat andere Stärken und Schwächen. Somit kann mir auch jeder Freund in einer anderen Situation anders helfen."
    Genau deswegen habe ich drei beste Freundinnen. Klappt seit 30 Jahren prima.
    Gruß vonner Grete

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  2. Hallo liebe Frauke,

    oh wie schön – ich stimme dir so dermaßen zu, dass es Freunde für verschiedene Bedürfnisse und Begebenheiten gibt! Ich sehe das genauso und bin dafür schon das ein oder andere mal schräg angeguckt worden. Als wäre ich ein opportunistischer Freund. Aber ich finde, du hast Recht: Jeder, wie er kann. Und daher braucht man auch mehr als nur einen Freund und der „beste Freund“ ist irgendwie eine Einrichtung, die ich nicht so richtig verstehe, weil ich gar keine Abstufung bei meinem Freunden vornehmen will. Wie du sagst, mal hat man eine Hochphase mit dem einen oder dem anderen, das als bessere Freundschaft zu bewerten ist dann ja irgendwie Quatsch.

    Und außerdem schön, dass dein Text das Thema so positiv beleuchtet!

    Viele liebe Grüße
    Julia

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Ich freu mich über jedes liebe Wort von euch :-)