Donnerstag, 1. Mai 2014

Wandern im Muttental, die Ruhr & die Burgruine Hardenstein

Frohes neues Mai!

Hattet ihr heut einen schönen Feiertag?

Mina und ich waren mit unserer lieben Kölner Freundin wandern. Nun gut, bei "wandern" denkt jeder direkt an Berge, weite Strecken und solche Dinge. Aber wir habens ruhig angehen lassen und waren eine überschaubare Strecke im Ruhrpott unterwegs.

Wir sind einen Rundweg durchs Muttental bei Witten gelaufen und haben dabei einen Abstecher zur Ruhr und zur Burgruine Hardenstein gemacht. Heut Morgen hatten wir noch Zweifel, ob wir den Tag halbwegs trocken überstehen werden. Und dann, schwups, lichteten sich die Wolken und es wurd ein voll warmer Tag! Voll herrlich und genau passend für den 1. Mai!


Wir sind am Parkplatz an der Nachtigallstraße gestartet. Von da aus führt die Beschilderung A3 durchgehend durchs Muttental und wieder zum Ausgangspunkt zurück. Am Anfang gehts erstma über eine wenig befahrene Straße, bevors in den Wald reingeht. Immer wieder gibts versperrte Schachteingänge, ein Bethaus der Bergleute und alten Zechengebäuden zu sehen, schön erklärt mit Infotafeln. Im Wald selbst gehts über Waldwege, an Wiesen vorbei durch das Bachtal. Sobald es aus dem Wald wieder raus geht, folgt ein kurzes Stück an einer recht ruhigen Straße, bevor es wieder in den Wald reingeht. Und dann kommt auch direkt danach die Burgruine Hardenstein.



Die Burg wurde wahrscheinlich im 14. Jahrhundert erbaut und danach mehrfach umgebaut. Sie diente lange Zeit als Wohnstätte von herrschaftlichen Besitzern. Leider war die Burg ab dem 18. Jahrhundert unbewohnt und zerfällt seitdem immer mehr. Heute wird die Burg von den "Burgfreunden Hardenstein" gepflegt.









Es gibt eine, wie ich finde, etwas sehr bizarre Sage:

Die Burg gehörte früher dem Herrn Neveling von Hardenberg. Bei diesem wohnte ein Zwerg namens König Goldemar, der ihm mit Rat und Tat zur Seite stand. Allerdings war Goldemar unsichtbar. Von ihm ließen sich nur seine Hände fühlen. Ein neugieriger Küchenjunge versuchte, Goldemar mit ausgestreuten Erbsen und Asche sichtbar zu machen. Das fand Goldemar gar nicht witzig. Er zerhackte den Küchenjungen in Stücke und kochte ihn. Danach verschwand er und sprach dabei schreckliche Flüche aus.



Die Burg liegt direkt an der Ruhr, nur getrennt durch eine Eisenbahntrasse, auf der die Ruhrtalbahn verkehrt. Über die Ruhr führt eine Fähre. Weil der Ruhrtalradweg hier vorbei führt, ist gerade die Fähre sehr beliebt unter Radfahrern. Heute waren natürlich auch eine Menge Radler unterwegs und sind hier entlang geradelt.



Von der Ruhr aus gehts dann in einem Bogen wieder zurück zur Straße, die dann zurück zum Parkplatz führt.

Wenn man dann noch etwas Energie hat, kann man sich die Zeche Nachtigall ansehen.

Alles in allem ist das ein echt schöner Rundweg, der mit einer Länge von ca. 7 km auch gut zu schaffen ist, ohne danach zu erschlagen zu sein. Obwohl wir mitten im Ruhrgebiet waren, war es wie ein Kurzurlaub ein ganzes Stück weiter weg. Klar, überall gabs Erläuterungen zum Bergbau. Aber die Natur ringsrum, die war grandios und die Industrie rückte zeitweise komplett in den Hintergrund.

Nähere Infos findet ihr hier:

Kommentare:

  1. Immer wieder cool, oder? Kurz raus aus der Stadt und peng.. Natur. Hach...
    An der Ruine gibts auch einmal im Jahr einen netten Mittelaltermarkt. Natürlich eine grandiose location dafür.
    Lg

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    1. Echt? Da muss ich ma die Augen und Ohren offen halten. Für so wat bin ich ja auch immer zu haben :-)

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  2. Da sind Dir wieder sehr sehr hübsche Aufnahmen gelungen Frauke! Toll! Ja man sollte mehr " mal raus" ne?
    Liebe Grüsse, Nina

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    1. Richtig, einfach ma raus und schwups, ist der Kopf wieder viel freier :-)

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Ich freu mich über jedes liebe Wort von euch :-)