Freitag, 8. August 2014

Ich liebe Mate!

ENDLICH!

Ich habe meinen eigenen Mate-Becher! Einen richtigen. Aus Holz. Original aus Buenos Airos!

Die liebe Kathrin hat für 2 Jahre in Buenos Airos gelebt und dort den Mate lieben gelernt. Auf ihrem Heimaturlaub im letzten Sommer hat sie mich süchtig gemacht. Und als sie nun zurück nach Deutschland kam, da hat sie mir einen Holzbecher geschenkt :-) So einen richtig schön geformten, mit einem richtigen Metall-Strohhalm, der dazu gehört! Und mit Yerba, damit ich auch direkt mit dem Mate-kochen anfangen kann :-) ICH FREU MICH VOLL!!!!


Doch einfach so starten, das ist nicht.


Erstmal musste ich den Becher mit Yerba füllen, Wasser drauf und 2 Tagen stehen lassen.  



Nach den zwei Tagen hab ich das Teezeug rausgeholt und den Becher für 2 Tage in die pralle Sonne gestellt. Heut war es also endlich geschafft und der Becher ist fertig präpariert!

Kennt ihr Mate? Also den richtigen? (Nicht den ausm Beutel, den man hier überall kaufen kann!)

Der wird aus getrockneten Blättern in einem solch tollen Gefäß gekocht. Ganz traditionell verwenden die Menschen in Südamerika eigentlich einen Kalebasse-Kürbis. Hier (klick) hatte ich euch schonmal darüber berichtet. Aber ein ausgehöhlter Kürbis hält nicht so lang. Und mal ehrlich, der Becher sieht ja wohl voll toll aus und er fühlt sich voll toll ebenmäßig an.

Üblicherweise wird der Mate in einer Runde mit Freunden getrunken. Der Gastgeber kocht Wasser und füllt es in eine Thermoskanne. Das Wasser hat die richtige Temperatur, wenn er die Hand auf die Öffnung legen und bis 8 zählen kann, ohne sich die Hand zu verbrennen. Das Yerba kommt in den Becher, welcher nun mit dem Wasser aufgefüllt wird. Den ersten Aufguss trinkt der Gastgeber. Dann füllt er den Becher neu auf und gibt ihn so reihum an seine Gäste weiter. Jeder Gast trinkt den Becher leer und gibt in dann zum Auffüllen an den Gastgeber zurück. Sollte ein Gast in der nächsten Runde keinen Mate mehr bekommen wollen, sagt er beim Zurückgeben "Danke".

Kathrin hat mir erzählt, dass der Mate in Argentinien zum Straßenbild gehört. Überall rennen die Leute mit ihren Bechern und ihren Thermoskannen rum. Grad wenns so warm ist, ist es ein idealer Durstlöscher :-)

Glaubt mir, der Mate, der so zubereitet wird, schmeckt grandios. Leicht erdig, nach Tabak und Heu. Er belebt die Sinne und erfrischt den Geist. In der Runde getrunken ist es total gesellig (auch wenn sich einige jetzt bestimmt bei dem Gedanken gruseln, dass alle Leute aus dem selben Strohhalm trinken). Doch auch zu zweit, in einer gemütlichen Quatsch-Laune, schmeckt er sau gut!

Und nun hab ich mich grad gemütlich aufn Balkon gesetzt und schlürfe meinen Mate. Hach, ich liebe diesen Geschmack. Nur, die Kathrin fehlt mir grad. Mit ihr hier an meiner Seite wäre es noch gemütlicher und herzerfrischender. Aber das Aroma des Mate und der herbe Geschmack lassen mich an einige schöne Stunden mit der liebsten Kathrin denken... (Eine Freundin, die Weltenbummlerin ist, ist total schön, aber sie ist halt auch so gut wie immer unterwegs und einfach mal so einen gemütlichen Abend mit ihr, das ist leider nicht so einfach zu organisieren.)


Wenn das keine schöne Einstimmung auf einen Cocktailabend mit den Freundinnen ist?!

In diesem Sinne: ich wünsch euch einen tollen Wochenend-Start!




1 Kommentar:

  1. Ich habe noch nie in meinem Leben Mate getrunken, was wahrscheinlich auch daran liegt, dass ich keinen Tee trinke. Aber die ganze (ich nenn' das jetzt mal) Zeremonie find ich echt spannend.

    Ich wünsch Dir noch viele schöne und entspannte Stunden mit Deinem Mate. ;-)

    Liebe Grüße und ein schönes Wochenende wünschend
    Nicole

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Ich freu mich über jedes liebe Wort von euch :-)