Dienstag, 9. September 2014

Im nächsten Leben werd ich eine Schnecke mit Schneckenhaus

Heut war ein nicht so doller Tag. Vieles blöd. Aber nach ein bissel Frust-Erschöpfungsschlaf und ordentlich ungesundem Essen (mit meinem neuen Liebling, der Pottsoße) hab ich mir Mina geschnappt und wir sind mal wieder zum Phönix-West-Gelände gefahren. Da kann ich eigentlich jeden Tag sein, weils immer was neues zu entdecken gibt. So wie heute.

Schnecken. Ohne Ende. Schnecken mit Häusern und ein paar auch ohne Haus.

Und kaum hatte ich die Schnecken entdeckt, hab ich mein Tempo dem der Schnecken angepasst. Sprich: Schneckentempo. Denn wie sollte ich auch sonst all die tollen Häuser fotografieren?!

Mal ernsthaft: wie toll ist es denn bitte, ständig sein Haus dabei zu haben? Im nächsten Leben werd ich Schnecke mit Haus! Wenn ich da mal keinen Bock mehr hab, schwups, zurück ins Haus. Da kann keiner stören, weil da nur für mich allein Platz ist. Und egal wo ich hin schnecke, das Haus ist immer dabei. Immer. Hausputz fällt auch flach, weil da gar kein Platz für Staub ist. Ausmisten brauch ich nie mehr, weil ich gar keinen Quatsch mehr ansammeln kann. Im Haus hab schließlich nur ich Platz. Fensterputzen: überflüssig. Miete: Pustekuchen. Fernweh? Nö, weil ich zieh einfach dahin, wo ich grad hin möchte und hab meine Unterkunft praktischerweise immer aufm Rücken dabei. Alles wunderbar!

Ich weiß, alles hat einen Haken. So ein Schneckenleben ist bestimmt jetzt nicht so spannend. Außer vor sich hinschnecken, Essen suchen und sich im Haus verkriechen machen die ja nicht so wirklich viel. Können Schnecken lachen? Träumen Schnecken? Und kommunizieren Schnecken eigentlich untereinander? Wie genau kommt so eine Schnecke eigentlich auf die Welt? Mit Haus oder kommt das erst später? Und wenn ja, wo kommt es her?

Ihr seht, ich muss mich mal näher mit den Schnecken und ihrem Leben beschäftigen. Das scheint noch einige Geheimnisse zu bergen, die mir bis vor dem Phönix-West-Spaziergang nicht klar waren.

Doch nun kommen wir zu den Schnecken, die der Stein des Anstoßes zu diesem Schneckenhaft-geprägtem Text waren (Achtung, Fotoflut!):







Große Schnecke trägt kleine Schnecke. Voll nett oder weiß die große gar nix von der kleinen? Oder ist sie die Mutter?









Schnecken ohne Häuser find ich jetzt eher unspannend. Und auch ein bissel, nun ja, schleimig. 



In diesem Sinne: ich wünsch euch einen schneckenhaft entspannten Abend!

Kommentare:

  1. Ja, ein Leben mit einem Haus auf den Rücken hat sicherlich seine Vorteile! Besonders im Hinblick auf den genannten Hausputz etc. :D Und so ein Schneckenhaus hat obendrauf auch noch was sehr Ästhetisches, was man ja von Menschenhäusern nicht so immer behaupten kann. Nacktschnecken sind auch nicht so meine Favoriten, vor allem laufen die immer da wo ich Fahrrad fahren will...
    Lieben Gruß,
    Mirjam

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    1. Da hast du recht. Es gibt viele nicht so dolle Menschenhäuser. Schneckenhäuser sehen irgendwie immer schön aus! Und das Problem mit den Nacktschnecken beim Radfahren kenn ich nur zu gut ;-)
      Liebe Grüße,
      Frauke

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  2. Du könntest mit noch viele viele weitere Bilder mit Häuschenschnecken zeigen. Von denen krieg ich nie genug! Ich finde die auch wunderbar schön und faszinierend und das schön als Kind. Meine Mutter sagt immer, dass ich die Schnecken gesammel habe und sie schon immer gerne mochte :-) Aber deine Gedanken zu den Schnecken sind gut, Antworten auf die Fragen wüsste ich auch keine. Und sein Häuschen immer dabei zu haben muss wirklich praktisch sein :-) Ich wünsche dir einen schönen Abend und morgen einen hoffentlich angenehmeren Tag!
    Liebe Grüsse Alizeti

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    1. Wow, da bist du ja ein richtig langer Fan! Toll! Ich werd ab sofort häufiger die Augen offen halten und die kleinen Tierchen bewundern!
      Liebe Grüße,
      Frauke

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  3. Hey du Schnegge ;)

    toller Post und sehr sehr schöne Bilder! Ich schnecke jetzt ins Bettchen. Welch Freude!!
    Nachti.

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  4. Liebe Frauke,

    ich hoffe, dass es Dir wieder besser geht!?

    Das sind Wahnsinnsfotos! Ich habe mich noch nie sonderlich für Schnecken interessiert, aber ich habe gerade eine geschlagene halbe Stunde (Zeit ohne eigentliches Postlesen) nur die Bilder angeschaut und gestaunt. Ich habe gar nicht gewusst, dass Schneckenhäuser so schön sein können - und so unterschiedlich.

    Vielen lieben Dank, dass Du das mit uns geteilt hast. Ich werde mich künftig aufmerksamer durch die Gegend spazieren und auch auf die klitzekleinen Schnecken mit den "Traumhäusern" achten. Dazu muss ich mir allerdings erst einmal angewöhnen langsamer zu gehen, darin bin ich nämlich ne totale Niete. Ich sehe beim "normalen" Spazierengehen nämlich immer so aus, als würde ich gerade vor jemanden flüchten. ;-)

    Liebe Grüße
    Nicole

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    1. Oh, wie toll, dass ich dich mit meinen Bildern so fesseln konnte :-D Das freut mich sehr!
      Das langsame Spazierengehen ist echt schwer. Ich hab das lange Zeit "trainieren" müssen, weil ich auch eher die Rennerin war. Und selbst jetzt verfall ich noch oft in das alte Muster und wunder mich dann, dass ich so kurzatmig werde ;-)
      Liebe Grüße,
      Frauke

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Ich freu mich über jedes liebe Wort von euch :-)