Mittwoch, 14. Oktober 2015

Wie ein einzelner Satz ganz viel Herzensfreude zerschmettern kann

Ich habe heute ein Gespräch mitbekommen. Zwei Leute haben sich unterhalten. Person 1 hat sehr euphorisch von etwas erzählt, das sie gestern gemacht hat. (Was genau das war, ist mir (aufgrund der folgenden negativen Emotionen meinerseits) leider entfallen.) Sie war Feuer und Flamme und mit Begeisterung beim Erzählen. Person 2 hat sich das mit großen Augen angehört.

Ihre Reaktion darauf war ein Satz: "Na, du musst ja Zeit haben, wenn du so etwas machst."

Die Person 1 war baff. Und ich auch.

Mit einem einzelnen Satz war die ganze Euphorie zerstört. Die wenigen Worte haben die Freude über das für Person 1 so sensationelle Erlebnis in Luft aufgelöst. Stattdessen hat sie sich dafür gerechtfertigt, warum ausgerechnet sie für so etwas Zeit hat.

Ich habe mich mit den beiden nicht über die Situation unterhalten. Dafür war ich selbst viel zu erschrocken, über die für mich unverständliche Reaktion von Person 2. Klar, sie wollte Person 1 nicht verletzen. Hat es unbewusst aber getan.

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Mir passiert das auch immer wieder, dass ich voller Begeisterung von etwas erzähle und mein Gegenüber genau diesen Satz raushaut. Lange Zeit war ich danach ratlos und fast wie gelähmt, weil ich mich so hilflos und unverstanden fühlte. Schließlich wollte ich doch nur etwas erzählen, das ich gemacht habe und das etwas positives in mir bewirkt hat oder mir besonders gut gefallen hat oder mich einfach nur komplett mitgerissen hat.

Von meinem Gegenüber erwarte ich in solchen Momenten nicht viel. Außer, dass er mir zuhört, meine Begeisterung als solche wahrnimmt und sich für mich freut, weil ich mich freue. Wenn der Gesprächspartner sich dann auch noch mit freut, weil er die Freude selbst nachempfinden kann und von meiner Freude anstecken lässt, ist das umso schöner. Aber ich setze es nicht voraus, weil ich nicht weiß, was mein Gegenüber mit dem von mir Gesagten anfängt. Dieser eine, in meinen Augen fatale Satz ist genau das Gegenteil meiner eh schon nicht zu hoch gesteckten Erwartung. Er zeigt mir, dass der Gegenüber null Interesse an meinem Gesagten hat und meine Euphorie nicht im Ansatz nachvollziehen kann. Vielmehr stellt er sogar in Frage, wie ich mir für so etwas scheinbar völlig lapidares sogar Zeit erübrigen kann, die der Gegenüber nicht übrig hätte. Ist mein Erlebnis damit sinnlos und überflüssig? Und habe ich etwa kostbare Zeit verschwendet, die ich für etwas viel sinnvolleres hätte verwenden können? Oder was genau möchte mein Gegenüber mir mit dieser Aussage eigentlich mit auf den Weg geben?

Als mir das letzte Mal dieser Satz gesagt wurde, habe ich die Frage laut ausgesprochen: "Was meinst du damit?" Leider konnte mein Gegenüber damit nicht viel anfangen und fing an mir zu erzählen, was er so alles wichtigeres zu tun hat. Obwohl, im Grunde ist vielleicht genau das die Antwort.

Vielleicht ist der Satz-Sprecher gerade so sehr mit sich selbst und seinen vermeintlich wichtigen Dingen beschäftigt, dass er gar keine Lust und Energie für das gerade stattfindende Gespräche hat. Und vielleicht stört ihn, dass er sich selbst so einen Stress macht, statt sich einmal fünf Minuten für etwas wirklich Schönes zu nehmen. Vielleicht ist er im Grunde seines Herzens eifersüchtig auf die positiven Emotionen, die ich beim erzählen versprüht habe und hätte sie selbst sehr gern in sich drin.

Ich weiß es nicht und kann es nur erahnen und vermuten.

Die heutige Situation der zwei Personen hat mich selbst nicht betroffen und doch hat sie mich betroffen gemacht. Das unbedachte Äußern eines Satzes und das damit zusammenhängende Zerplatzen von Herzensfreude. Wird Person 1 in Zukunft weiterhin so unbedarft ihre Tätigkeit machen, die ihr eine solche Freude bereitet hat oder wird sie jedes Mal ganz, ganz leise die Stimme von Person 2 im Hinterkopf haben, die ihr von hinten ins Ohr flüstert: "Wie, dafür hast du Zeit?"

Mir erging es lange Zeit so und umso häufiger diese leise Kopfstimme etwas flüsterte, umso mehr habe ich die Freude an all den schönen Dingen verloren. Die Kopfstimme setzte sich aus vielen kleinen Stimmen zusammen, die Personen gehörten, die mir diesen Satz im Laufe der Jahre vor den Kopf geknallt haben. Jedes Mal, wenn die Kopfstimme den Satz leise flüsterte, zerplatzte jedes Mal ein Stück der Leichtigkeit, die ich eigentlich in solchen Momenten empfand, wie eine Seifenblase.

Es hat lange Zeit gedauert, diese Stimme zu erkennen. Sie ist sehr geschickt und flüstert so leise, dass ich lange dachte, die Frage käme von mir selbst und wäre völlig berechtigt und ich wäre ganz schön eitel, wenn ich mir die Zeit für etwas nehme, das ich gerne tun würde. Klingt bescheuert, oder?

Als mir das bewusst wurde, habe ich versucht mich der Stimme in meinem Kopf entgegen zu stellen. Jedes Mal, wenn sie wieder von hinten an mein Ohr dran wollte, habe ich versucht mich ihr entgegen zu stellen und ihr zu sagen: "Ja, die Zeit habe ich!". Das klappte anfangs schleppend und das schlechte Gewissen während meiner Tätigkeit blieb. Woher sollte ich kleines, unbedeutendes Ding schließlich die Zeit haben, ausgerechnet dieses und jenes zu tun, während irgendwo die Welt untergeht und es doch auf jeden Fall etwas viel wichtigeres zu erledigen gibt, das mir zwar vielleicht keine Freude bereitet, aber durchaus die Welt retten könnte? Doch ich bin am Ball geblieben und habe mich immer wieder der Kopfstimme in den Weg gestellt.

Mittlerweile ist sie sehr zurückgezogen und eingeschüchtert. Sie kommt nur noch heraus, wenn sie merkt, dass ich einen angreifbaren und schwachen Tag habe. Die Chance lässt sie sich nicht entgehen und nutzt meine nicht vorhandene Gegenwehr aus. Dann stelle ich mir ernsthaft die Frage, bekomme wieder ein schlechtes Gewissen und konzentriere mich lieber auf etwas anderes, das mir nicht so viel Freude bereitet. Zum Glück sind diese Momente sehr selten geworden.

Doch wenn mir eine reale Person diesen Satz ins Gesicht sagt, bin ich bis heute noch sehr geplättet. Vielleicht schaffe ich es irgendwann, auch hierauf gelassen zu reagieren und der anderen Person, mit einer wie auch immer lautenden Gegenfrage, den vermeintlichen Wind aus den Segeln zu nehmen.


Kennt ihr diesen Satz? Und wenn ja, wie geht ihr damit um? Sagt ihr ihn selbst oder wird er euch gesagt?


Kommentare:

  1. Ingrid/ile, die Bastelmaus15. Oktober 2015 um 09:35

    Ich denke, so einen Satz habe ich noch nicht gesagt, hoffe es zumindest....
    Ich vermute, Person 2 ist ein wenig neidisch. Außerdem ist sie wohl nur oberflächlich bekannt mit Person 1, denn ansonsten hätte sie sich doch gewiss gefreut, oder?

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    1. Liebe Ingrid,
      leider kannten sich die zwei Personen gut und deshalb hat der Satz umso mehr verletzt...
      Bei dir vermute ich, ähnlich wie bei mir, dass wir so einen Satz nicht unbedacht äußern würden. Und wenn, dann nur als Freud´scher Versprecher oder so.
      Liebe Grüße!
      Frauke

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  2. Wow, das ist eine heftige Reaktion! Ich habe diesen Satz zum Glück noch nie gesagt bekommen (glaube ich zumindest..) Und wenn doch, dann würde ich mich im Nachhinein ärgern, dass ich nicht darauf reagiert habe!Ich wünsche dir, dass deine Stimme gegen die Kopfstimme immer und immer wieder gewinnen mag. Denn sich Zeit nehmen ist das kostbarste Geschenk! <3
    Liebe Grüsse Alizeti

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    1. Das ist super, dass du diesen Satz noch nie gesagt bekommen hast! Und das macht mir Hoffnung, dass mir irgendwann dieser Satz nie wieder gesagt wird!
      Du hast so recht: Zeit ist das kostbarste, was wir haben im Leben!
      Liebe Grüße,
      Frauke

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  3. Liebe Frauke,
    ich wäre darüber auch schockiert gewesen.
    Ich käme gar nicht auf die Idee, jemandem so etwas zu sagen, da ich mich eigentlich immer mitfreue, wenn sich jemand über etwas freut. Gerade, wenn es eine Zeit ist, in der Freude Mangelware ist.
    Ich sehe es wie Ingrid und denke, aus diesem Satz spricht Neid. Vielleicht nicht unbedingt böse gemeint, aber Person 2 erlebt vielleicht im Moment nicht viel Erfreuliches und wünscht sich das aber für sich.
    Ich selbst habe schon viele (andere) Sätze gesagt bekommen, die meine Freude schlagartig in Luft auflösen liessen und auch ich halte mich dann eher zurück, da derjenige meine Freude nicht teilen kann oder will.
    Es hinterlässt leider Spuren im Gedächtnis und man wägt irgendwann ab, wem man was in Zukunft erzählt.
    Ist blöd, aber man schützt sich auch ein bißchen selbst damit.

    Lieben Gruß
    Conny

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    1. Liebe Conny,
      es freut mich voll, dass es scheinbar ein paar mehr Menschen gibt, die diesen Satz so niemals jemandem sagen würden!
      Es ist schade, dass Menschen wie wir (die wahrscheinlich einfach empathischer sind als andere) sich von Sätzen anderer so treffen lassen. Aber gerade wenn ich etwas euphorisch erzähle, bin ich in dem Moment sehr emotional offen und dadurch wahrscheinlich einfach angreifbarer. Und wenn dann ein solcher Satz kommt, dann haut das rein.
      Traurig, wenn man sich zweimal überlegt, wem man etwas schönes erzählen kann... Aber du hast recht: Selbstschutz geht hier vor!
      Ich wünsch dir ein schönes Wochenende!
      Liebe Grüße,
      Frauke

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  4. Oh, diesen und andere Sätze kenne ich sehr gut und sie kommen meist von nahestehenden Menschen. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass sich fremde Menschen mehr mit mir über etwas freuen können.
    Daher halte ich es wie Conny: Ich erzähle bestimmten Personen nichts mehr.

    Auch sage ich solche Sätze nicht. Im Gegenteil: Ich freue mich mit dem anderen, auch wenn ich nicht verstehen kann, warum er sich gerade freut. Das ist aber auch egal. Es geht doch darum, dass der andere sich für etwas begeistert und Freude daran hat. Das freut mich selbst dann auch.

    Dass Neid eine große Rolle spielt, glaube ich auch. Aber auch die Angst vor Veränderungen. Denn wenn ich mich verändere, verändert das mein Leben und andere Menschen können das oft nicht verstehen und befürchten, dass sich für sie auch etwas verändert.

    Ich übe mich auch darin, meine Dinge zu machen (ohne auf innere Gegenstimmen zu hören), und das mit Begeisterung. Ich teile sie aber nur mit ganz wenigen Menschen, meist auch nur im Blog. Ich bin es einfach satt, mich rechtfertigen zu müssen.

    Mit Gegenfragen auf solche Sätze zu reagieren finde ich super. Nur fällt mir meist in diesem Moment nichts ein, weil ich wie Du einfach zu überrascht bin. Das sollte ich auch mal üben.

    Liebe Grüße,
    Vera

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    1. Liebe Vera,
      ich finde es interessant, dass du die Erfahrung gemacht hast, dass sich fremde Menschen eher mit dir freuen, als nahestehende Menschen. Bei mir ist das gemischt, aber ich versuch mir mittlerweile auch zu merken, wem ich was erzählen kann. Selbstschutz ist in diesem Falle echt wichtig. Bis vor einiger Zeit dachte ich, ich müsste nur überlegen, wem ich etwas trauriges oder nicht so schönes nicht erzählen kann. Leider merke ich immer mehr, dass manche Menschen auch mit Freude nicht umgehen können. Verrückt, oder?!
      Ich sehe das wie du: ich freu mich mit jemandem, wenn er sich freut. Selbst wenn es nichts ist, worüber ich mich freuen würde. Freude zu teilen ist so schön und steckt so schön an!
      Ja, Neid. Der macht eine Menge kaputt. In den Menschen und zwischen den Menschen...
      Schön, dass du übst, schöne Dinge zu machen, ohne auf die innere Stimme zu hören, die dich evtl. davon abhalten möchte! Ich drück dir die Daumen, dass das Üben weiterhin gut klappt!
      Ich wünsche dir ein schönes Wochenende!
      Liebe Grüße,
      Frauke

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  5. Wenn jemand mir etwa erzählt, dass ihm total wichtig ist und man merkt, dass derjenige dafür feuer und flamme ist, würde ich niemals so reagieren. Egal ob ich mit dem Thema etwas anfangen kann oder nicht. Es ist nämlich eine extrem verletztende Reaktion und viele Menschen raffen das wohl einfach nicht. Warum muss man sich damit rechtfertigen, wenn man einen tollen Tag erlebt hat, vielleicht etwas total spontanes oder dummes gemacht hat, dass einem den Tag belebt hat?! Ich denke aus Person 2 spricht einfach Neid, weil das eigene Leben gerade nicht so spannend ist oder sie selber keine Euphorie empfinden kann. Sehr schade!

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    1. Ach, ich freu mich voll, dass es scheinbar wirklich viele Menschen gibt, die diesen Satz niemals so sagen würden! Im Alltag gehen diese Menschen oft unter, weil ich mich dann doch nur auf die negativgestimmten Menschen konzentriere und die mit ihren Sätzen hängenbleiben...
      Es ist sehr schön, dass du einer der freudigen Menschen bist, die sich einfach neidlos mit und für andere Menschen freuen können!
      Ich wünsch dir ein tolles Wochenende!
      Liebe Grüße,
      Frauke

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  6. Ich finde es zunächst einmal SUPER dass Du dieses Thema ansprichst. Mir ist es auch schon so ergangen, da war ich aber nicht schlagfertig genug und habe mich sehr geärgert im Nachhinein dass ich nicht entsprechend reagiert habe. Nie NIE NIEMALS würde ich jemandem der mit Freude etwas erzählt der Person die Freude nehmen, auch wenn es vermutlich unbewusst geschehen ist, gesagt ist gesagt.Ich denke auch dass diejenige einfach nur neidisch war/ist und selbst nichts zu erzählen hat. Auf jeden Fall sagt der eine Satz schon aus dass sie sehr unzufrieden ist. Dann sollte sie was daran ändern.
    Ja so sind manche Menschen. Deswegen immer erst nachdenken und dann reden, einmal gesagtes bleibt haften, da kann man sich im Nachhinein noch 100 x entschuldigen. Es bleibt was da!

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    1. Ja, in diesen Momenten ist man immer irgendwie sprachlos und versteht gar nicht, was gerade eigentlich passiert... Und hinterher spielt man die Situation immer wieder durch und fragt sich, wie man schlagfertiger hätte reagieren können.
      Traurig, dass sich so einige Menschen von ihrer eigenen Unzufriedenheit so leiten lassen, dass sie (bewusst oder unbewusst) anderen Menschen ihre Freude nicht gönnen.
      Und trotz evtl. Entschuldigung bleibt da immer ein Fitzel an Unsicherheit im Kopf hängen...
      Ich wünsch dir ein schönes Wochenende mit schönen Momenten und schönen Dingen!
      Liebe Grüße!
      Frauke

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  7. Diesen Satz kenne ich nur allzu gut. Diese Leute merken überhaupt nicht, was sie da sagen, von daher tue ich das als "nicht wert, als darauf mehr als einen Antwortsatz zu verschwenden". Meine Antwort ist dann sowas in der Art wie, "dafür sitze ich nicht den ganzen Abend vor dem Fernseher und lasse mich berieseln", womit ich ja die Frechheit zurückgebe. Dann ist der andere in Erklärungsnot und muß sich erst mal rechtfertigen, :-)

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    1. Da hast du schon eine prima Reaktion drauf! Super :-)
      Ich hoffe auch irgendwann dahin zu kommen, es unter der Kategorie "nicht wert" verbuchen zu können. Aber auf dem Weg dahin bin ich schon!
      Liebe Grüße,
      Frauke

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  8. Dieser Satz holt einen in einem Sekundenbruchteil aus all der Freude und Euphorie heraus. Wenn man dann meistens nicht so baff wäre, könnte man sein Gegenüber fragen, ob es eine Ahnung hat, wie sehr einen dieser Satz verletzt. Aber ich persönlich wäre wohl eher sprachlos und enttäuscht.
    Andererseits muss man sich auch fragen, ob es dem anderen vielleicht im Moment aus irgendeinem Grund nicht gut geht und er oder sie es vielleicht unbewußt so hart gesagt hat.

    Ich hoffe nur inständig, nie jemanden so behandelt zu haben. Dafür würde ich mich heute noch in Grund in Boden schämen und würde hoffen, die Person würde mich darauf ansprechen.

    Liebe Grüße,
    Tina

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    1. Du, das hoffe ich auch sehr. Aber ich denke, weil uns beide der Satz so sehr verletzten kann, würden wir ihn nicht unbedacht sagen. Vielleicht aber einen anderen Satz, dem wir selbst nicht viel Bedeutung beimessen, der jemand anderen aber verletzen kann. Vielleicht.
      Liebe Grüße,
      Frauke

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  9. Nina von cherisheachday hat mich mit ihrem Posting auf dieses hier aufmerksam gemacht.
    Ich muss sagen.. mir geht/ging es genauso. Nahe stehende Menschen, oder solche, die mich gut kennen taten solche Dinge genauso ab, wie von Dir beschrieben.
    Fremde dagegen freuten sich mit mir. Da frage ich mich echt, ob das vielleicht eine Art Neid ist, der da seinen Schabernack treibt? Oder ist es in der heutigen Welt so schwer geworden, sich für jemanden wirklich von Herzen zu freuen.

    Schade eigentlich. Denn Freude über jegliches Ding, ist was schönes - und es mag auch gerne nach außen geteilt werden.

    Liebe Grüsse
    Susi

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    1. Liebe Susi!
      Schön, dass du hierhin gefunden hast!
      Du hast so recht: Freude ist etwas sehr schönes und die möchte geteilt werden!
      Warum sich manchmal Fremde eher mit einem freuen können, als nahestehende Menschen, keine Ahnung. Was da wohl in den Menschen vorgeht...
      Ich hoffe, du lässt dir deine Freude nicht vermiesen!
      Liebe Grüße,
      Frauke

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  10. Liebe Frauke,

    die letzten Tage waren sehr (!) betriebsam und so komme ich erst jetzt dazu, Deinen Post zu lesen.

    Ich bin echt schockiert! Was sind das nur für missgünstige Menschen?! Ganz ehrlich: Mir ist total egal, aus welcher Motivation / Situation heraus sie so einen negativen Satz sagen, er ist und bleibt unverschämt und böse. Jeder Mensch hat sein "Päckchen" zu tragen, aber sich an anderen "anzureagieren", ist das Letzte.

    Ich kenne auch soliche Menschen, die meisten habe ich aus meinem Leben "aussortiert". Leider klappt das bei bestimmten Personen nicht, allerdings habe ich hier den Kontakt auf das Nötigste reduziert. Aber im Grunde ist es mir egal, wer mir einen solchen Satz sagt, heute reagiere ich immer gleich darauf und sage: "Ja, ist es nicht toll, dass ich so viel Zeit für schöne Dinge habe? Mein Leben ist wirklich fabelhaft und es tut mir leid, dass dein Leben offenbar nicht so toll ist wie meins." Darauf reagieren die Menschen in 99% aller Fälle gleich: Sie sind schockiert und eingeschnappt - und ich habe meine Ruhe. Das ist toll und genau das, was ich in dem Moment möchte.
    Wer mir "Fremde" einen solchen Satz sagen, trifft es mich nicht sonderlich. Aber bei Menschen, die mir nahestehen, trifft mich das sehr und das mache ich auch sehr deutlich.

    Mein Vater hat immer zu mir gesagt: "Wenn man nichts Nettes zu sagen hat, dann sollte man besser gar nichts sagen." Das sehe ich auch so - und in der Nähe mancher Menschen bin ich wirklich sehr still. ;-)

    Liebe Grüße
    Nicole

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    1. Liebe Nicole!
      Das ist ein super Weg: Menschen, die einem weh tun, auszusortieren. Zumindest soweit es geht. Manche Menschen bleiben einfach da und mit denen muss man sich arrangieren, so gut es geht.
      Ich habe in den letzten Jahren auch die ein oder andere Freundschaft beendet und bei der ein oder anderen achte ich mehr darauf, was ich fühle, wenn ich in der Gegenwart der anderen Person bin. Und benenne diese Art des Umgangs von "Freundschaft" in "Bekanntschaft" um.
      Leider bin ich noch nicht so weit, dass es mir in solchen Fällen immer egal ist, wenn jemand eingeschnappt ist, wenn ich etwas entgegne. Weil ich irgendwie noch denke, dass das dann unverschämt von mir war. Aber auch das wird weniger und ich halte mir vor Augen, dass der andere viel unverschämter war und mich verletzt hat.
      Dein Vater hat sehr schlaue Dinge gesagt!
      Liebe Grüße,
      Frauke

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  11. Liebe Frauke,

    Ich bin durch Zufall erst jetzt auf diesen Beitrag von dir gestoßen. Ich kann Nicole nur zustimmen. Auch ich habe eben solche Menschen (weitesgehend) aus meinem Leben aussortiert, weil es mir nicht gut tut, mich mit solchen Menschen zu umgeben. (Aber wie gesagt, das geht auch nicht immer, aber man kann zumindest meist den Status in "Bekanntschaft" statt "Freundschaft" ändern). Sich von der Meinung anderer frei zu machen, ist nicht einfach. Ich persönlich kann es nicht besonders gut; vor allem bei Menschen, die mir viel bedeuten, ist mir deren Meinung über mich und das, was ich tue, auch sehr wichtig. Wenn ich Person 1 gewesen wäre... ich wäre ebenso sprachlos, schockiert und verletzt gewesen, wie du es hier beschrieben hast. Doch was sagt man darauf? Ist man so schlagfertig, um Kontra zu geben, ohne direkt in Verteidigungsstellung und Rechtfertigungen abzudriften? Ich weiß es nicht. Ich finde es aber wichtig, dass man Person 2 offen sagt, wie sehr einen diese Reaktion gerade verletzt hat. Ich hätte wahrscheinlich so etwas wie "Wenn es dich nicht interessiert, dann sag es direkt." gesagt und wäre weggegangen.
    Weißt du, was ich außerdem schlimm finde? Dass es dich als unbeteiligte Person ebenso sehr getroffen und sprachlos gemacht hat. Person 2 hat es also geschafft, gleich zwei Menschen zu verletzen und sprachlos zu machen und eine sehr schöne Sache zu Nichte zu machen. Das empfinde ich als sehr, sehr traurig. Auch wenn ich jedem das Recht auf eine eigene Meinung zugestehe, so finde ich dennoch, dass niemand das Recht hat, seinen Gegenüber so zu verletzten.
    Vielleicht sollten wir mal eine Blog-Parade zum Thema "Achtsamkeit" ins Leben rufen. Ich denke, Nicole, du und ich (und natürlich auch andere) hätten da eine Menge zu zu sagen.

    Liebe Grüße
    Nika

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    1. Liebe Nika!
      Wegen einer Magen-Darm-Grippe komme ich erst jetzt zum Antworten...
      Ja, ich glaube in dem Punkt sind wir uns sehr ähnlich. Menschen, die uns nahestehen, bei denen ist uns ihre Meinung sehr wichtig. Und einfach aussortieren ist nicht immer so einfach.
      Person 1 hat wirklich direkt zwei Personen verletzt. Wahrscheinlich ohne es zu wollen. Aber gesagt ist gesagt.
      Deine Idee mit der Blogreihe finde ich sehr schön! Da hätten bestimmt einige Blogger(innen) was zu zu sagen!
      Liebe Grüße,
      Frauke

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Ich freu mich über jedes liebe Wort von euch :-)